„Lernpotenziale. Individuell fördern im Gymnasium.“

- ein gemeinsames Projekt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der Stiftung Mercator

Inhaltliche Ausrichtung schuleigener Projekte an der Leitidee des nordrheinwestfälischen Schulgesetzes zur Verankerung der „individuellen Förderung“ im Ganztag:

- Handlungsfeld „Pädagogische Diagnostik“

   Die Pädagogische Diagnostik hat in schulischen Entscheidungssituationen den

   Zweck, Informationen zur Optimierung des pädagogischen Handelns zu generieren

   und zur Verfügung zu stellen. „Eine zentrale Voraussetzung für eine optimale

   Förderung ist eine ausreichende diagnostische Kompetenz der Lehrkräfte, also die

   Fähigkeit, den Kenntnisstand, die Verarbeitungs- und Verstehensprozesse sowie die

   aktuellen Lese(Lern-)schwierigkeiten der SchülerInnen korrekt einschätzen zu

   können.“ PISA-Konsortium (2001, S. 132)

   Pädagogische Diagnostik erfordert die Unterscheidung von Situationsdiagnostik und

   Lernprozessdiagnostik, für eine Zurückstellung der normorientierten Statusdiagnose und die

   Notwendigkeit zur Erfassung der Kompetenzen und dem Lernwillen der Schülerinnen und

   Schüler. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe sollen neue wissenschaftliche Ergebnisse der

   Forschung aus dem Bereich der Pädagogischen Diagnostik vorgestellt, diskutiert und nach

   Umsetzungsmöglichkeiten gesucht werden.

- Handlungsfeld „Lernberatung/Lerncoaching“

   Lernberatung/Lerncoaching für Schülerinnen und Schüler sollen helfen deren

   Lernergebnisse zu verbessern, sie in die Lage versetzen effektiver zu lernen und sich

   besser zu organisieren, Arbeits- und Lern-Blockaden zu überwinden und eine 

   angemessene Einstellung zu entwickeln. Im Rahmen einer „Zukunftswerkstatt“ sollen

   vor dem Hintergrund bestehender Schulstrukturen praktizierte und darüber hinaus

   gehende Optionen erarbeitet und nach den Realisierungsmöglichkeiten gesucht

   werden.

- Handlungsfeld „Individuelle Förderung im Unterricht / in den Lernzeiten“ 

   Schwerpunkt Jungenförderung – Mädchenförderung zur Gleichstellung im Beruf

   Geschlechtergerechter Unterricht zur Senkung der Abbrecherquote bei Jungen und die

   gezielte Vorbereitung auf eine sich verändernde Arbeitswelt für Mädchen bilden zwei

   Seiten der gleichen Medaillie. Entwicklung, Erprobung und Evaluation

   geschlechterspezifischer Möglichkeiten in Rahmen einer individualisierten Förderung

   von Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe im Ganztag.

Kolleginnen und Kollegen nehmen an den Netzwerktreffen teil und berichten regelmäßig auf den Lehrekonferenzen über die systematische Verankerung der Projektvorhaben und nutzen die fachlich-wissenschaftliche Unterstützung der zweijährigen Arbeit in den Netzwerken auf der Basis bereits vorhandener Strukturen am Gymnasium am Neandertal.

Die Teilnahme berücksichtigt, dass die Umsetzung zu einer mittelfristigen Entlastung der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Rahmen der gymnasialen Bildung führt und als Beitrag zur Weiterentwicklung der Lernkultur genutzt wird.