Der Lernzeitenplaner für das Schuljahr 2017/18

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

hier könnt Ihr/ bzw. Sie einen ersten Einblick in den neunen Lernzeitenplaner 2017/18 bekommen. Er ist weiterhin ein wichtiges Dokument zum Lernprozess und dient als Kommunikationsinstrument für alle am Schulleben Beteiligte für das ganze Schuljahr!

Wir freuen uns bereits jetzt auf den Start auch in der EF und sind überzeugt davon, dass die pädagogische Umstellung ein großer Mehrgewinn für unsere Schülerschaft wird!

Beate Gorgels, Hans Gruttmann

Schulentwicklung am Gymnasium am Neandertal

Informationen zum derzeitigen Stand der Schulentwicklung zum Themenbereich „Daltonpädagogik“ erhalten Sie hier.

Ihr Hans Gruttmann

Bildungsministerin Löhrmann zu Besuch am GymNeander

Die Frage, wie sich die Schullandschaft in Erkrath weiterentwickelt sollte heute am Gymnasium am Neandertal noch einmal sehr intensiv beleuchtet werden. Jedoch ging es  nicht um die Frage, welche Schulform es zu stärken gilt, sondern um die Entwicklung des neuen Schul- und Lernkonzepts des Gymnasiums in Alt-Erkrath.

NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann ist regelmäßig zu Gast an Schulen, die ihre Lernkonzepte und Schwerpunkte innovativ weiterentwickeln und besucht heute im Zuge dieser Besuchsreihe das Gymnasium am Neandertal, das mit Beginn des neuen Schuljahres im Sommer das sogenannte Lernzeitenkonzept einführte.

(Info: In fest im Stundeplan integrierten Stunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-9 selbständig an Unterrichtsstoff, den sie ihren Lernplänen entnehmen können. Zur Beratung bei Fragen oder Problemen  stehen ihnen die Lehrkräfte, aber auch Mitschülerinnen und Mitschüler aus anderen Jahrgangsstufen zur Seite. Die Ergebnisse der Arbeit in den Lernzeiten sind feste Bestandteile des regulären Unterrichts, der weiterhin im Klassen- und Kursverband stattfindet.)

Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ministeriums und Elternvertretern des Gymnasiums macht sich die Bildungsministerin in der 1. Schulstunde selber ein Bild davon, wie das selbständige Arbeiten in den Lernzeiten aussieht und welche Formen das freie Lernen annehmen kann. Schulleiter Hans Gruttmann führt die Gruppe durch das Gebäude an der Heinrichstraße und die Politikerin schaut den Kindern und Jugendlichen einmal beim Lernen über die Schulter.

In der anschließenden Gesprächsrunde betont die Grünenpolitikerin zunächst, dass das Lernzeitenmodell die im Schulgesetz verankerte Verpflichtung auf individuelle Förderung konkretisiert und umsetzt. Sehr schülerzugewandt fragt sie daraufhin direkt nach der Beteiligung der Schülervertretung (SV) bei der Umsetzung.  Zunächst berichtet Schülersprecher Christoph Ruhs von einer gerade durchführten Umfrage in der Schülerschaft, die insgesamt auf eine sehr positive Einstellung gegenüber dem neuen Konzept schließen lässt. Er hebt hervor: „Vor allem der Wegfall des ungeliebten Vertretungsunterrichts wird positiv von den Befragten gesehen. Wenn ein Lehrer oder eine Lehrerin nicht da ist, können die Kinder einfach an ihren Lernplänen weiterarbeiten.“

Auch Jonathan aus der 5. Klasse darf seinen Eindruck schildern: „Ich habe mich im Vorfeld gut mit meinen Eltern informiert über diese Schule. Mir gefällt das selbständige Arbeiten und vor allem, dass ich keine Hausaufgaben mehr machen muss. Man erledigt seine Aufgaben in der Schule und nicht zu Hause.“ Philippa aus der 6. Klasse fand die Umstellung auf das neue Konzept nicht schwer: „Ich kannte das System schon von meiner Wochenplanarbeit an der Grundschule.“ Sie findet es praktisch, dass man in den Lernplan schaut, wenn man aus Krankheitsgründen nicht in die Schule kommen konnte und so den versäumten Stoff gut nacharbeiten kann. „Die 10-Minuten-Pausen zwischen den Stunden sind praktisch“, so Kerstin aus der 8. Klasse, „dann kann man entspannt den Raum wechseln und noch etwas essen.“ Zur Zeit gäbe es noch einige Änderungen im Lernplan, weil sich zeitliche Planungen verschieben, aber hier hat Kerstin Verständnis für die Lehrer: „Es ist auch noch schwierig für die Lehrer, so weit im Voraus zu planen.“ Einig waren sich die Schülervertreter, dass trotz Ganztagsschule noch ausreichend Zeit für Spiel oder Sport am Nachmittag bliebe.

Bei der Erstellung und Einführung des neuen Lernzeitenkonzepts wurden die Eltern von Anfang an eng mit eingebunden und sie konnten den Prozess aktiv mitgestalten. Daher ist es Schulpflegschaftsvertreter Dirk Berle wichtig zu betonen, dass die Eltern, die ihre Kinder am Gymnasium am Neandertal anmelden, sich bewusst für den Ganztagsbetrieb und das Lernzeitenkonzept entscheiden. Im Gegenzug haben sie in zahlreichen Gremien und Gesprächsrunden die Gelegenheit, ihre Fragen zu besprechen, Verbesserungsvorschläge zu machen oder Kritik loszuwerden. Frank Neas, Schulpflegschaftsvorsitzender, ergänzt hier einen ganz zentralen Aspekt, den man benötigt, um ein solches Modell des eigenverantwortlichen Lernens erfolgreich abzubilden: Vertrauen in die Lehrkräfte und in die eigenen Kinder, bei denen sich in den letzten 10 Wochen schon so etwas wie Routine eingestellt hat.

Die Bildungsministerin zeigt sich zum Schluss des Besuches sehr beeindruckt von der ausgereiften Umsetzung des Lernzeitenmodells am GymNeander und begrüßt den Ansatz, Erfahrungen und Entwicklungspotentiale an andere Schulen heranzutragen. 

 

"Das Lernen lernen"

In einem Vortrag zum Thema "Das Lernen lernen" gab der Lerncoach Jürgen Möller vom "LVB Lernen e.V." interessante Informationen für Eltern zu Techniken und Lernmethoden für Schülerinnen und Schüler, gab praktische Tipps zur Überwindung von "Null-Bock-Phasen", zur Kommunikation zwischen Eltern und Kindern und Auskunft zu Lernaufgaben, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen schnell und effizient zu arbeiten. Ein von Frau Rieneckert-Gross organisierter kurzweiliger und informativer Abend!